Der begnadete Prediger Jakob Tscharntke von der EFK Riedlingen in Deutschland achtet bei seinen Predigten und Orientierungen auf Treue zur Bibel, dem Wort Gottes. Er nimmt auch zu heiklen Themen Stellung und bezieht klare Positionen.
«Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.»
Sprüche 29:25 HFA-Bibel (Das Buch «Sprüche» der Bibel enthält zahlreiche weitere Weisheiten.)
Wenn ein Mensch beginnt, sich nach den Urteilen oder auch nur vermeintlichen Urteilen der anderen Menschen zu richten, begibt er sich in ein Hamsterrad. Er muss sich dann stets überlegen, was er sagen darf oder soll und was nicht, welche Kleider, Fahrzeuge oder Sportarten gerade Mode sind und welche Zeitungen oder Serien er angeschaut haben muss, um mitreden zu können und dabei zu sein. Egal, ob diese Werte gut, sinnvoll, dumm oder gar schädlich sind. Dieses Hamsterrad ist ein Gefängnis. Und es hält diesen Menschen klein. Sein Denken ist immer auf die anderen ausgerichtet und hat keine Freiheit, sich weit zu entfalten. Trotz allem Engagement kann dieser Mensch den Ansprüchen der anderen nicht, nicht immer oder nicht mehr genügen. Denn Menschen sind unterschiedlich und wenig zuverlässig.
Wie viel besser ist es, sich nicht auf Menschen zu verlassen, sondern allein auf Gott zu vertrauen. Wenn jemand den Schritt zu Gott macht, wenn er sein Angebot annimmt, dass ihm durch den Tod von Jesus Christus alle Sünden vergeben werden, wenn er ihn darum bittet, und wenn er sich in einem Gebet eindeutig und klar Gott unterstellt, wird er frei. Dann darf er darauf zählen, dass Gott sich um ihn sorgt und immer sein bestes will. Er wird eine Weile brauchen, bis er dieses grosse Geschenk, diesen unermesslichen Segen begreift. Aber dann macht es ihn gelassen und sicher.
Die Bibel geht noch einen Schritt weiter. Im 1. Korinther 2:15 (Hfa) heisst es: «Der von Gottes Geist erfüllte Mensch kann alles beurteilen, er selbst aber ist keinem menschlichen Urteil unterworfen.»
Das mag für den Bibel-Unkundigen krass klingen. Doch wenn ein Mensch sich dem Geist Gottes tatsächlich geöffnet hat und mit ihm gesegnet wird, verfügt er über Verstand, Urteilskraft und Unabhängigkeit.
Auszug aus dem Roman und Wirtschaftsthriller Der Brotkönig, Teil 3, Kapitel «Stärken und Schwächen»:
Eine andere Stärke des Jungen war seine Konsequenz. Er dachte gründlich über Dinge nach, und wenn er schließlich von etwas überzeugt war, ließ er sich kaum mehr davon abbringen. Ohne neue Fakten wich er keinen Millimeter von seiner Meinung ab und stellte sich nötigenfalls auch gegen eine ganze Gruppe, wenn diese seiner Ansicht nach falschlag.
Der Kern war, dass er mit Widersprüchen schlechter umgehen konnte als andere Leute. Für ein stimmiges Bild von der Welt ging er unbeirrbar seinen Weg. Es schien, als würde ihn dann schlicht nicht interessieren, was die anderen von ihm hielten.
«Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.»
Aus Römer 1, Vers 2, Bibel. (Interessant ist auch, wie dieser Brief an die Römer weitergeht).
Dass es den allmächtigen Gott gibt, zeigt uns die Schöpfung jeden Tag. Wer sonst hat alle Pflanzen und Tiere erschaffen? Die Gänseblümchen und Walfische? Die Bakterien und Atome, die Sterne und Galaxien? Kann es sein, dass all dies zufällig entstanden ist? Diese perfekte Ordnung, die nötig ist, um alles am Laufen zu halten? – Unmöglich, sagt der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr. Die paar Milliarden Jahre, die es die Erde gibt, würden unmöglich dafür reichen, dass sich der Mensch aus reinen Zufällen hätte entwickeln können.
Der Mensch, alle Pflanzen und Tiere sowie Erde und Himmel sind nur möglich, weil das jemand gewollt hat. Dieser Jemand ist Gott.
Wenn sich die Menschen bewusst würden, dass sie diesen Gott, der so mächtig und heilig und ihr Schöpfer ist, täglich ignorieren oder gar verachten oder verleugnen, dann würden sie bis in die Knochen erschrecken darüber, wer der ist, den sie nicht ernst genommen haben.
In drei Beiträgen kannst du das Thema vertiefen:
Das Geistige ist die treibende Kraft. Der Quanten-Physiker Hans-Peter Dürr erzählt in diesem Video, wie Physiker das Geistige als Ursprung entdeckt haben.
Ein Ausschnitt aus dem Roman «Der Brotkönig» zur mathematischen Unmöglichkeit, dass alles aus Zufällen entstanden sein könnte.
Auszug aus dem Roman Der Brotkönig, Teil 3, Kapitel «Stärken und Schwächen»:
Abraham schaute ihn verblüfft an. »Du glaubst an Gott?«
»Ja.«
»Ich auch, einfach als Jude. Du bist Christ?«
»Ja.«
»Wie kamst du dazu?«
»Ich spürte, dass es richtig ist, an Gott zu glauben, dass es zum Gesamten gehört – und es entspricht meiner Logik.«
»Deiner Logik?«
Martin überlegte. »Ich glaube nicht, dass sich die Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen und der Mensch per Zufall entwickelt haben. Ich glaube, dass jemand das alles gewollt und erschaffen hat, auf welche Weise auch immer. Dieser Jemand ist Gott. Nach seiner Weisheit entstanden Himmel und Erde, alle Lebewesen und ihr ganzes Zusammenspiel.« Einen Augenblick lang schwieg er. »Und mathematisch gesehen ist es nicht plausibel, dass alles per Zufall entstanden ist.«
»Wieso?«
»In einem Büchlein rechnet ein Hans Heinz Folgendes vor: Du hast in einem Stoffsack zehn Kugeln, jede hat eine der Nummern von 1 bis 10. Du schüttelst die Kugeln gut durcheinander und hast nun die Aufgabe, eine Kugel nach der anderen blind aus dem Sack zu nehmen, und zwar in der Reihenfolge von 1 bis 10. Aber jede Kugel, die du herausgenommen hast, musst du nach dem Prüfen der Nummer gleich wieder zu den anderen in den Sack legen, sodass also immer zehn Kugeln im Sack sind, wenn du wieder eine herausnimmst. Klar?«
Abraham nickte.
»Die Wahrscheinlichkeit, beim ersten Griff die Kugel mit der Nummer 1 zu erwischen, ist 1:10. Du gibst Nummer 1 zurück in den Sack und nun ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mit dem zweiten Griff gleich Kugel Nummer 2 fängst, bei 1:100. Dass du beim dritten Griff die Nummer 3 findest, hat eine Chance von 1:1.000. Beim vierten Griff die Nummer 4 1:10.000 und so weiter. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, alle zehn Kugeln beim ersten Mal in der richtigen Reihenfolge zu erhaschen?«
Abraham zuckte mit den Schultern.
»1:10 Milliarden.«
»Mit nur zehn Kugeln bereits 1:10 Milliarden?«
Martin nickte. »Ja. Kennst du Beethovens fünfte Sinfonie?«
»Ta-ta-ta-taaaa – ta-ta-ta-taaaa.«
»Genau. Ich kenne sie nicht wirklich, ich weiß nur, dass sie ein Meisterwerk ist, das über dreißig Minuten dauert und wohl aus Tausenden Noten besteht. Wie viele Versuche bräuchtest du, wenn du die Noten blind zusammenwürfeln müsstest, bis du die Sinfonie stimmig hättest?«
»Dass die Sinfonie per Zufall entsteht? – Unmöglich!«
Martin nickte. »Das sehe ich auch so. Jetzt gehen wir zum Leben über, das noch um Dimensionen komplexer ist: 6.000 Säugetierarten leben auf der Erde, über 10.000 Vogelarten, beinahe eine Million verschiedene Insektenarten und eine unvorstellbare Vielfalt an Mikroorganismen.« Er hob die Hand, um die Bedeutung des Kommenden zu unterstreichen. »Jedes dieser unzähligen verschiedenen Lebewesen ist aus unzählbar vielen Atomen und Molekülen aufgebaut und lebt nur, weil ihre überaus komplexen und komplizierten Lebensvorgänge – Verdauen, Denken, Vermehren und so weiter – bis ins letzte Detail absolut geordnet ablaufen. Das soll durch lauter Zufälle entstanden sein? Versuch mal, das zu rechnen.« Er hob die Augenbrauen. »Auch wenn man dem Ganzen sehr viel Zeit einräumt, müssten so viele Faktoren unter so vielen bestimmten Bedingungen perfekt zusammengetroffen sein, dass die Chance dafür mathematisch bei null ist.« Er zuckte mit den Schultern. »Ohne dass jemand das gewollt und gelenkt oder gemacht hat, geht es nicht.«
»Viele Menschen glauben nicht an Gott. Ja, kennen ihn gar nicht.«
Martin wiegte den Kopf. »Wenn sie begreifen würden, dass Gott alles erschaffen hat, dass alles nach seiner Weisheit entstanden ist – auch sie selbst –, wäre ihnen wohl auch klar, dass es schädlich und letztlich tödlich ist, gegen diese allem zugrunde liegende Weisheit zu verstoßen.«
Die Bibel besteht aus dem alten und dem neuen Testament.
Das Alte Testament erzählt, wie Gott Himmel und Erde erschaffen hat und wie sich die Beziehung zwischen ihm und den Menschen entwickelte. Wenn sich die Menschen an Gottes Gebote hielten, sich Gott unterstellten und nicht widersetzten, ging es ihnen gut. Wenn sie nicht gehorchten, ging es ihnen schlecht. Das begann im Garten Eden, in dem sie zuerst leben durften. Gott erlaubte ihnen, von allen Bäumen zu essen, ausser von dem Baum, der Gut und Böse erkennen lässt. «Sobald du davon isst, musst du sterben.» Sie gehorchten nicht, assen vom verbotenen Baum und mussten den Garten Eden verlassen und dann auch sterben. Bis zum Ende des Alten Testaments wechselten sich die Phasen des Gehorsams der Israeliten mit den Phasen des Ungehorsams ab, mit den entsprechenden Folgen. Gehorsam bedeutete das Einhalten der 10 Gebote und zahlreicher Vorschriften.
Das Neue Testament beschreibt, wie Gott Jesus Christus, seinen geliebten Sohn, auf die Erde gab und wie Jesus für die Sünden der Menschen am Kreuz starb. Damit büsste er für alle Sünden, die vor Gott bereut werden. Mit Jesus gab Gott den Menschen eine Brücke zu sich. Wer Jesus als Gottes Sohn akzeptiert und seinem Weg nachfolgt, der findet bei Gott Vergebung, Frieden und Segen. Gott wird ihm am Tag des Jüngsten Gerichts das ewige Leben schenken. Dass ein grosser Teil der Menschheit dieses Angebot ausschlägt, zeigt sich im letzten Buch, der Offenbarung, am deutlichsten. Es beschreibt, wie viele Menschen von Gott abgewichen sind und trotz schrecklicher Plagen nicht bereit sind, umzukehren. In dieser Zeit wird auch die Standhaftigkeit und Treue der Menschen auf die Probe gestellt, die zu Christus gehören. Schliesslich besiegt Gott das Böse. Er hält Gericht und schafft einen neuen Himmel und eine neue Erde.
Um was es geht
Nachdem Gott alles erschaffen hatte, verlief der Sündenfall wie folgt, gemäss der Übersetzung in der «Gute Nachricht Bibel» der Deutschen Bibelgesellschaft:
Genesis 1,31: 31Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und sah: Es war alles sehr gut. …
Genesis 2,15: 15Gott, der Herr, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen. 16Weiter sagte er zu ihm: «Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, 17nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.» …
Genesis 3,1-6: 1Die Schlange war das klügste von allen Tieren des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie fragte die Frau: «Hat Gott wirklich gesagt: ›Ihr dürft die Früchte von den Bäumen im Garten nicht essen‹?» 2«Natürlich dürfen wir sie essen», erwiderte die Frau, 3 «nur nicht die Früchte von dem Baum in der Mitte des Gartens. Gott hat gesagt: ›Esst nicht davon, berührt sie nicht, sonst müsst ihr sterben!‹»4«Nein, nein», sagte die Schlange, «ihr werdet bestimmt nicht sterben! 5Aber Gott weiß: Sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und was schlecht ist. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können.» 6Die Frau sah den Baum an: Seine Früchte mussten köstlich schmecken, sie anzusehen war eine Augenweide und es war verlockend, dass man davon klug werden sollte! Sie nahm von den Früchten und aß. Dann gab sie auch ihrem Mann davon und er aß ebenso.
Als Gott bemerkt hatte, dass sie von den verbotenen Früchten gegessen hatten, verfluchte er die Schlange und wandte sich an Frau und Mann:
Genesis 3,16-17: 16Zur Frau aber sagte Gott: «Ich verhänge über dich, dass du Mühsal und Beschwerden hast, jedes Mal wenn du schwanger bist; und unter Schmerzen bringst du Kinder zur Welt. Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird über dich herrschen.»17Und zum Mann sagte Gott: «Weil du auf deine Frau gehört und mein Verbot übertreten hast, gilt von nun an: Deinetwegen ist der Acker verflucht. Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren, dein Leben lang. 18Dornen und Disteln werden dort wachsen, und du wirst die Pflanzen des Feldes essen.19Viel Schweiß musst du vergießen, um dein tägliches Brot zu bekommen, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist. Ja, Staub bist du, und zu Staub musst du wieder werden!»
Als Gott Himmel und Erde und den Menschen erschuf, hatte er es so eingerichtet, dass die Menschen im Garten Eden lebten und Gemeinschaft mit ihm hatten. Als die Menschen sich Gott widersetzten und ihr Leben in die eigene Hand nahmen, mussten sie den Garten Eden verlassen und es begannen Mühsal, Irrtum, Streit und Elend.
Der Mensch hat die Freiheit, sich von Gott abzuwenden und seinen eigenen Weg zu gehen. Doch wenn man sich in der Welt umschaut, im Kleinen wie im Grossen, zeigt sich, dass es damit nicht gut kam und auch nicht besser wird, im Gegenteil. Die meisten Mensch sind zwar überzeugt, dass sie selbst genügend Verstand, Überblick und Durchblick haben und Gott nicht brauchen, um ihr Leben gut zu leben. Die Geschichte und die aktuelle Situation zeigen, dass sie es nicht können.
Der Weg für den Menschen, die Misere zu beenden, ist, den Irrweg zu verlassen, sich Gott zu unterstellen, ihn um Vergebung der Sünden zu bitten und zu tun, was Jesus Christus gelehrt hat. Nur wenn der Mensch sein Leben zusammen mit Gott zu meistern versucht und Gott vertraut, wird es stimmig und gut. Denn so hat Gott es zu Beginn eingerichtet.
Jeder Mensch, der sich auf Gott ausrichtet und alles in seine Hände legt, wird Frieden, Freude und Segen geschenkt bekommen. Er wird sein bestes Leben leben lernen. Solange der Mensch glaubt, dass er in der Lage ist, sein eigenes Ding auf eine gute Art drehen zu können, wird er falsche Wege gehen, Unglück erleiden und verursachen und den besten Plan für sein Leben verfehlen. Aber zusammen mit Gott kommt es gut.
Bibelauszüge aus: Gute Nachricht Bibel, mit Einführungen und Bildern. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, ISBN 3-438-01840-3. Durchgesehene Neuausgabe: ISBN 978-3-438-01710-9.