Wandeln mit Gott

Die Bibel berichtet, dass Henoch 300 Jahre mit Gott wandelte und dann von Gott hinweggenommen wurde (1. Mose 5,22 und 5,24). Nach dem „Wandeln mit Gott“ wird bei Henoch also kein Tod erwähnt. Man geht davon aus, dass er entrückt wurde, ähnlich wie Elia (2. Könige 2,11).

Was bedeutet „mit Gott wandeln“?  – Das heisst wohl, in enger Gemeinschaft mit Gott leben. In ständigem Austausch mit Gott sein. Ihn vollständig in das eigene Leben einbeziehen. Ihm alles anvertrauen. Dies klingt auch in folgender Bibelstelle an:

Betet ohne Unterlass*!

1. Thessalonicher 5,17

* = d.h. beständig, ohne darin nachzulassen

Diese Aussage meint wohl nicht, 7 Tage die Woche 24 Stunden zu beten, sondern vielmehr, ständig auf Gott ausgerichtet zu sein. Das Gebet bleibt das fokussierte Gespräch mit Gott und in der übrigen Zeit ist man sich bewusst, dass Gott gegenwärtig ist. So fragt man Gott laufend nach seinem Willen, bezieht ihn in Entscheidungen ein, dankt ihm für seine Geschenke und lobt und preist ihn für seine Grosszügigkeit.

Der YouTube-Beitrag  5 Wege, Ablenkungen zu vermeiden und Gott näherzukommen des Kanals Glaube Ungefiltert, auf dem dieser Beitrag baut, geht dem Wandeln mit Gott auf den Grund. Insbesondere zeigt der Beitrag, wie unsere Prioritäten sein sollten:

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Matthäus 6,33

Das heisst, zuerst sollen wir Gott suchen. Gott soll also nicht einfach ein Nebengedanke sein, sondern an unserer ersten Stelle stehen. Wenn Gott an erster Stelle steht, richtet sich alles auf ihn aus. Und dann kommt alles gut.

Jeder Moment, den wir mit Gott verbringen, stärkt unsere Beziehung zu ihm. Durch das regelmässige Gebet werden wir immer vertrauter mit Gott. Aber das reicht nicht. In allen Bereichen des Lebens möchte Gott mit uns sein.

Gott ist immer anwesend. Man kann jederzeit mit Gott sprechen. Ihn um etwas bitten, ihn fragen, ihm seine Sorgen und Ängste mitteilen und übergeben, ihm danken und ihn loben.

Wenn es uns gelingt, uns seiner Gegenwart bewusst zu sein, kann sich unser Herz auf Gott ausrichten, egal was wir tun oder wo wir sind. Über die Zeit ergibt sich daraus eine tiefe Beziehung. Man findet Vertrauen, Gelassenheit und den Frieden, der von Gott kommt. Die Beziehung zu Gott ist dann nicht auf Gebete beschränkt, sondern ein Zusammensein mit dem Schöpfer.

5 Wege, Ablenkungen zu vermeiden und Gott näherzukommen

Bibelauszüge aus der Schlachter Bibel 2000.

Beitragsbild von Hermann Traub auf Pixabay.

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