Selber denken

Die meisten Menschen wissen viel zu erzählen – ohne dass sie dabei zu denken bräuchten. Sie erzählen nach, was sie irgendwo gehört oder gelesen haben. Bertrand Russell sagte: «Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.» Oder sie werden es tun.

Was hält Menschen vom Selberdenken ab? Wieso sind so viele nicht (mehr) bereit oder nicht mehr fähig, selbst zu denken? Also Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen? Wieso übernehmen sie unkritisch plumpe Propaganda? Wieso lassen sie sich manipulieren und ihr Denken von anderen steuern? Ohne Widerstand. Ohne Interesse. Ohne echtes Leben.

Kaum je war das «gelenkte Denken» verbreiteter als heute. Es wird behauptet, was «Autoritäten» sagen, ohne auch nur ansatzweise zu hinterfragen oder gar einen Sachverhalt anhand von alternativen Fakten zu prüfen. Ist es Opportunismus (Wikipedia: zweckmässige Anpassung an die jeweilige Lage)? Ist es Feigheit? Dummheit? Bequemlichkeit? Ist es Erschöpfung wegen aufreibender Arbeit, Beziehung oder Familie? Ist es Passivität aufgrund zu intensiven Medienkonsums? Oder ist es Verdrängung? Das heisst, dass Menschen Dinge nicht sehen wollen oder können, weil diese nicht sein dürfen? Weil es unangenehm oder furchteinflößend wäre? – Auch wenn man Dinge ausblendet, existieren sie natürlich trotzdem – und sie entwickeln sich. Und können schliesslich alles zerstören.

Oscar Wilde sagte: «Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht.» Immanuel Kant bezeichnete Menschen, die nicht selbst denken als «unmündig». Wie auch immer: Viele Menschen glauben, sie könnten ihre Verantwortung delegieren. An Politiker, Medien, Experten oder sonst jemanden. Aber letztlich bleiben sie verantwortlich für das, was sie tun oder nicht tun und auch für das, was sie sagen oder nicht sagen. Alle bleiben selbst verantwortlich. Immer.

Dietrich Bonhoeffer fasste es wie folgt zusammen: «Schweigen im Angesicht des Bösen ist selbst böse. Gott wird uns nicht als schuldlos betrachten.» In der Bibel heisst es: «Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.» (Sprüche 4:23)

Unter welchen Umständen würden wieder mehr Menschen selbstständig denken? – Das ist eine entscheidende Frage. Nichts ist gefährlicher als viele Menschen, die ihr eigenständiges Denken aufgegeben haben. Sie sind die nützlichen Idioten böser mächtiger Menschen. Menschen dagegen, die denken und dabei die feine Stimme ihres Gewissens noch wahrnehmen, haben das Potenzial, die Welt besser zu machen.

Gefühlsstau führt zu Feindbildern

Mahatma Gandhi sagte einmal, „Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“ Wie kam er wohl auf diese Idee?

Im Interview von Daniele Ganser mit Hans-Joachim Maaz geht es darum, wie die Behandlung von Babies zu Frieden oder Krieg führen kann.

Was Joachim Maaz erklärt, scheint mir bedeutend zu sein, um Frieden zu erlangen. Aber trotz solchem Wissen gelingt uns Frieden nicht auf Dauer, glaube ich. Erfreulicherweise schrieb Jesaja: „Er (Jesus) wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen.“ (Jesaja 9:6, HFA-Bibel)

Was denken Sie? Wie oder wann wird Frieden möglich?

Sprache ist ein mächtiges Schwert

Quelle: ICIC

Über die Entstehung des Lebens

Prof. Dr. Siegfried Scherer zeigt in einem Vortrag, dass sowohl die Vertreter der Evolutionstheorie wie die der Schöpfungsgeschichte auf Annahmen bauen müssen.

Über die Entstehung des Lebens.

Die entscheidenden wissenschaftlichen Fragen zur Entstehung des Lebens sind auch 150 Jahre nach Darwin ungelöst:

  • Die Entstehung des Lebens ist unbekannt.
  • Der Fossilbericht ist trotz großer Mengen an Funden enttäuschend.
  • Die Makroevolution (Höherentwicklung) ist nicht experimentell belegt.
  • Trotz gegenteiliger Behauptungen gilt noch immer, was der große Forscher Louis Pasteur nachwies: «Lebendes entsteht nur aus Lebendem».

Der verfilmte Vortrag von Prof. Dr. Siegfried Scherer ist auf YouTube einsehbar.

Das Urteil der Anderen

«Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.»

Sprüche 29:25 HFA-Bibel (Das Buch «Sprüche» der Bibel enthält zahlreiche weitere Weisheiten.)

Wenn ein Mensch beginnt, sich nach den Urteilen oder auch nur vermeintlichen Urteilen der anderen Menschen zu richten, begibt er sich in ein Hamsterrad. Er muss sich dann stets überlegen, was er sagen darf oder soll und was nicht, welche Kleider, Fahrzeuge oder Sportarten gerade Mode sind und welche Zeitungen oder Serien er angeschaut haben muss, um mitreden zu können und dabei zu sein. Egal, ob diese Werte gut, sinnvoll, dumm oder gar schädlich sind. Dieses Hamsterrad ist ein Gefängnis. Und es hält diesen Menschen klein. Sein Denken ist immer auf die anderen ausgerichtet und hat keine Freiheit, sich weit zu entfalten. Trotz allem Engagement kann dieser Mensch den Ansprüchen der anderen nicht, nicht immer oder nicht mehr genügen. Denn Menschen sind unterschiedlich und wenig zuverlässig.

Wie viel besser ist es, sich nicht auf Menschen zu verlassen, sondern allein auf Gott zu vertrauen. Wenn jemand den Schritt zu Gott macht, wenn er sein Angebot annimmt, dass ihm durch den Tod von Jesus Christus alle Sünden vergeben werden, wenn er ihn darum bittet, und wenn er sich in einem Gebet eindeutig und klar Gott unterstellt, wird er frei. Dann darf er darauf zählen, dass Gott sich um ihn sorgt und immer sein bestes will. Er wird eine Weile brauchen, bis er dieses grosse Geschenk, diesen unermesslichen Segen begreift. Aber dann macht es ihn gelassen und sicher.

Die Bibel geht noch einen Schritt weiter. Im 1. Korinther 2:15 (Hfa) heisst es: «Der von Gottes Geist erfüllte Mensch kann alles beurteilen, er selbst aber ist keinem menschlichen Urteil unterworfen.»

Das mag für den Bibel-Unkundigen krass klingen. Doch wenn ein Mensch sich dem Geist Gottes tatsächlich geöffnet hat und mit ihm gesegnet wird, verfügt er über Verstand, Urteilskraft und Unabhängigkeit.

Auszug aus dem Roman und Wirtschaftsthriller Der Brotkönig, Teil 3, Kapitel «Stärken und Schwächen»:

 Eine andere Stärke des Jungen war seine Konsequenz. Er dachte gründlich über Dinge nach, und wenn er schließlich von etwas überzeugt war, ließ er sich kaum mehr davon abbringen. Ohne neue Fakten wich er keinen Millimeter von seiner Meinung ab und stellte sich nötigenfalls auch gegen eine ganze Gruppe, wenn diese seiner Ansicht nach falschlag.

 Der Kern war, dass er mit Widersprüchen schlechter umgehen konnte als andere Leute. Für ein stimmiges Bild von der Welt ging er unbeirrbar seinen Weg. Es schien, als würde ihn dann schlicht nicht interessieren, was die anderen von ihm hielten.

NGÜ = Neue Genfer Übersetzung Bibel

HFA = Hoffnung für alle Bibel